Im Herbst letzten Jahres wurden sieben H2O-Fonds zunächst vom Handel ausgesetzt und dann in einen liquiden und einen Illiquiden Teilfonds aufgespalten. Seitdem ist ein Jahr vergangen und für Anleger praktisch nichts passiert. Der Londoner Asset Manager hat Anfang des Jahres im Gespräch bekundet die illiquiden Anleihen in den Fonds schnellstmöglich veräußern und die Anleger auszahlen zu wollen.

Im Laufe des Jahres hat Lars Windhorst versucht durch die Auflage einer Anleihe die Papiere zurückzukaufen, die zur Tennor Holding gehören. Die BAFin hat dem Ganzen aber wegen unerlaubter Geschäfte einen Riegel vorgeschoben, und Windhorst musste das bereits eingesammelte Geld wieder auszahlen.

Im September berichtete fondsprofessionell.de, dass sich eine französische Investorengruppe von institutionellen wie privaten Anlegern gefunden hat und mit anwaltlicher Hilfe versucht mehr Informationen zu den Vorgängen um das Einfrieren der Fonds zu erhalten und auch eine Entschädigung einzufordern. Interessant könnte hierbei möglicherweise auch die Rolle der Finanzaufsicht sein. Der Kurs der illiquiden Fonds ist seit August ausgesetzt und wird nicht mehr wie zuvor monatlich berechnet.

Auch zwei leitenden Angestellte des Vermögensverwalters haben das Unternehmen verlassen.

Insgesamt lässt sich nüchtern feststellen, dass die Verkaufsanstrengungen keine zählbaren Früchte getragen haben. Die Anleihen im Portfolio laufen noch gut drei Jahre bis die letzten fällig werden. Spätestens  dann wird man sehen wieviel Geld tatsächlich geflossen ist.

Über den Autor

MARC HAEGERT

Marc Haegert fungiert als Ansprechpartner für das Investment Research sowie für unsere Produktpartner. Er verantwortet im Rahmen der Vermögensverwaltung das Fondsresearch und die Strategien der Vermögensverwaltung und steht Advisorn und Vermittlern bei Fragen zu PRIVATE INVESTING Strategien zur Verfügung. Der Diplom-Kaufmann sammelte jahrelange Erfahrung als Endkundenberater mit eigenen Musterportfolios und Empfehlungslisten mit breitem Zugang zu Produktanbietern.

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