Die MehrWert GmbH aus Bamberg ist auch bei den diesjährigen PI Stars wieder ausgezeichnet worden. Der Ansatz: denkbar einfach. Das Team um Gottfried Baer setzt stringent auf Nachhaltigkeit. Der Erfolg gibt ihm recht. Wir haben mit Herrn Baer über sein Erfolgsgeheimnis gesprochen.

Wie bereis im vergangenen Jahr hat die MehrWert GmbH aus Bamberg auch bei den diesjährigen Awards wieder Auszeichnungen für ihre Leistungen entgegennehmen können und zeigt damit erneut: Nachhaltigkeit und Erfolg in der Anlage schließen sich nicht aus. Im Gegenteil, sie gehen einher.

Herr Baer, erst einmal herzlichen Glückwunsch zu den PI Stars. Sie sind wiederholt ausgezeichnet worden.

Vielen Dank dafür! Ja, wir konnten uns, nachdem wir auch dieses Jahr den 1. Platz in Risikoklasse 6 erreicht haben, auch schon im Jahr vorher über den 1. Platz in dieser Risikoklasse mit unserer Strategie „MehrWert Nachhaltig Offensiv“ freuen. Auch unsere ausgewogene Strategie wurde bis dato mehrfach ausgezeichnet, was uns natürlich sehr ehrt.

Sie haben sich einen Namen im Markt in puncto Nachhaltigkeit gemacht. Was ist Ihr Ansatz?

MehrWert gibt es nur aus einem Grund: nachhaltige Finanzdienstleistung professionell im Markt anzubieten. Deshalb wurde MehrWert 2010 gegründet. Seitdem beschäftigen wir uns ausschließlich mit diesem Thema. Das beinhaltet neben der Expertise für aktuelle regulatorische und marktgetriebene Änderungen vor allem, einen eigenen, „dunkelgrünen“ Standpunkt zu vertreten und durch entsprechende hauseigene Fondsanalyse und -selektion unseren Beitrag zum positiven Wandel zu leisten. In den letzten zwölf Jahren haben wir unsere Portfolios in Sachen nachhaltige Finanzprodukte Stück für Stück weiterentwickelt. Das gilt für die Geldanlage- wie auch für die Versicherungsseite.

Die Regulatorien schreiten voran. Dennoch scheint der Spielraum für Auslegungen bei der Frage, was nachhaltiges Investieren bedeutet, nach wie vor gegeben zu sein. Wie sehen Sie das?

Das liegt sicher in der Natur der Sache. Da jeder Mensch unter Nachhaltigkeit etwas anderes versteht und damit auch die Politik (und das wird auch so bleiben), gibt es viele verschiedene Auffassungen von Nachhaltigkeit. Alleine schon auf EU- und Staatenebene. Ich finde dies durchaus fruchtbar, wenn viele verschiedene Ansprüche an dieses Thema den Raum füllen. Damit wird es letztendlich fülliger und runder. Klarer Konsens herrscht sicher in Punkten, dass kaum ein Mensch in Aktien von Unternehmen investieren will, die Dinge produzieren, die den Menschen, der Natur und der Gesellschaft nicht guttun (Massentierhaltung, Glücksspiel, Kohleverstromung, Suchtwarenhersteller, Pestizidhersteller etc.). Ob nun ethische, soziale oder ökologisch-orientierte Nachhaltigkeitsthemen im Vordergrund stehen, darf und kann natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Uns ist es derzeit jedoch ein Anliegen, generell etwas mehr Klarheit und Verständnis bei Mandanten zum aktuellen regulatorischen Rahmen zu schaffen. Nur weil grün draufsteht (z. B. in Ausgestaltung eines Artikel-8- oder -9-Fonds laut Offenlegungsverordnung), ist leider noch lange nicht grün drin. Genau darin sehen wir bei MehrWert eben selbigen.

Im Rahmen der Bewertung für die PI Stars ist uns aufgefallen, dass Sie nicht einfach nur nach irgendwelchen Datenbanken gehen. Sie schauen auch hinter die Kulissen und befragen auch das Management eines Fonds. Was ist Ihnen dabei wichtig?

Wir wollen uns sowohl in Sachen Nachhaltigkeit als auch bzgl. Ökonomie nicht lediglich auf Zahlen und Informationen von Drittanbietern verlassen. Vielmehr ist es uns wichtig, einen direkten Austausch mit Fondsverwaltern zu pflegen und sowohl bei Erst- als auch bei fortlaufenden Analysen deren Ansatz zu durchleuchten und nachzuvollziehen. Dadurch wollen wir für uns einen Abgleich zu den externen Datenquellen ermöglichen und vor allem auch eine direkte Kommunikationsbasis mit den jeweiligen Managern schaffen, um deren Ansichten zu den Themen Risiko-Rendite-Verhältnis und v. a. auch Nachhaltigkeit zu diskutieren. Wenngleich wir uns natürlich dem generellen Rahmenwerk und Angebot des Marktes nicht entziehen können und ein bestmögliches Ergebnis für unsere Mandanten stets im Vordergrund steht, wollen wir dies mit Fonds (und deren Management) erreichen, die unsere eigenen Ansprüche erfüllen und das Thema Nachhaltigkeit ernst nehmen und wirklich „leben“.

Welche Kriterien setzen Sie darüber hinaus ein, um das Thema Nachhaltigkeit greifbar zu machen und die Qualität der Zielfonds in diesem Punkt zu bewerten?

Uns ist es wichtig, den generellen Nachhaltigkeitsansatz eines Fonds zu verstehen und dessen Umsetzung bewerten zu können. Dabei stellen wir stets Fragen wie: „Wird konkret nach Nachhaltigkeitskriterien gesteuert oder sollen lediglich regulatorische Anforderungen erfüllt werden?“, „Sollen bestimmte Ziele proaktiv verfolgt werden und, wenn ja, wie wird deren Erfüllung nachgehalten?“, „Gibt es kontroverse Titel im Fonds und, wenn ja, was ist die Begründung dafür?“ Darüber hinaus steuern wir natürlich nach den „klassischen“ Ausschlusskriterien und nach Kriterien zur Einschätzung sozialer Aspekte und von Aspekten der Unternehmensführung.

Lassen Sie uns konkret über Ihre Strategien sprechen: Auch im Vergleich zu etablierten Fonds auf dem Markt schneiden Sie in puncto Performance und Risiko sehr gut ab. Wie wichtig sind Ihnen bei der Fondsselektion auch die klassischen Finanzkennzahlen?

Ohne klassische Finanzkennzahlen zu beachten, wäre eine Portfoliogestaltung sicher fahrlässig. In unserem Bewertungssystem bewerten wir zwei Segmente: erstens die Qualität der Nachhaltigkeit eines Fonds und zweitens die Qualität der ökonomischen Kennzahlen eines Fonds. Für die Seite dieser ökonomisch bewertbaren Kennzahlen vergeben wir, genau wie für deren Nachhaltigkeitsansatz auch, über unser eigenes Bewertungssystem zwischen einen und fünf Sterne. Somit werden wir auch in dieser Hinsicht „sprachfähig“ und können unseren Mandanten ganzheitlich positive Titel anbieten.

Nennen Sie uns bitte drei Vorteile, die Sie mit Ihren Strategien bieten.

  1. Erstens: die Gewissheit, sehr sorgfältig ausgewählte nachhaltige Fonds im Portfolio zu haben.
  2. Zweitens: die Sicherheit und Expertise eines Teams, bestehend aus vier erfahrenen Fachleuten aus dem Nachhaltigkeits- und Bankenrahmen, die die MehrWert-Strategien betreuen.
  3. Drittens: niedrige Volatilität im Vergleich zu den guten erwirtschafteten Ergebnissen.

 

Möchten Sie mehr über die Strategien der MehrWert GmbH wissen? Gerne stehen wir Ihnen zur Verfügung.

Hier finden Sie die Factsheets zu den Strategien:

Über den Autor

Sasa Perovic

Sasa Perovic ist Ansprechpartner für das Investment Research sowie für unsere Produktpartner.
Er steht Vermittlern bei Fragen zu Kapitalmärkten, Investmentfonds, Portfoliostrukturierungen uvm. zur Verfügung und ist für einen Großteil der Publikationen im Research Bereich zuständig. Hier kommt ihm seine mehrjährige Erfahrung zu Gute, die er auch seit einigen Jahren für die Erstellung eigener Publikationen in diesem Sektor nutzen konnte.

Bei Rückfragen können Sie sich jederzeit gerne an mich wenden
E-Mail: Sasa.Perovic@bfv-ag.de
Tel.: 06171 9150 – 523

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