Die Entwicklung hat gerade erst begonnen.

Der Energieträger Wasserstoff ist in vielfacher Hinsicht nachhaltig umweltfreundlich. Langfristig ausgerichtete staatliche Förderprogramme von historischem Ausmaß beschleunigen aktuell überall auf der Welt die technologische Weiterentwicklung und Implementierung dieser Energieform. Die möglichst umfassende Nutzung von Wasserstoff als Energieträger ist deren ausgewiesenes Ziel. Bis zum Jahr 2030 sollen wichtige Meilensteine erreicht sein.

Der Weg zur umfassenden klimaneutralen Energieerzeugung eröffnet eine zunehmende Vielfalt an Anwendungsmöglichkeiten. Vor diesem Hintergrund haben sich die Aktienkurse einiger jüngerer börsennotierter Unternehmen im Jahr 2020 sehr gut entwickelt. Doch es gab auch Enttäuschungen.

Zukünftige Ertragspotenziale ergeben sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette: vom Rohstoff „Wasserstoff“ bis zum Verbrauch der Energie. Die mittels Elektrolyse aus Wasserstoff gewonnene Energie muss in Brennstoffzellen gespeichert, transportiert, verteilt und schließlich verwendet werden.

Diese Wertschöpfungskette wird kontinuierlich technisch weiterentwickelt mit dem Ziel, die gewonnene Energie mit möglichst wenigen umweltfreundlichen Ressourcen schnell, kostengünstig und einfach handhabbar zur Verfügung zu stellen. Das weite Feld der Anwendungsmöglichkeiten wird sich auf alle Arten von Transport erstrecken. Nutzungen sind schließlich überall da möglich, wo elektrische Energie relevant ist.

Der technische Fortschritt erweitert die Chancen für die Nutzung von Wasserstoff enorm. Es kommt also zu einem Multiplikatoreffekt. Wasserstoff ist für die nächsten Jahrzehnte ein entscheidender Innovations- und Wachstumstreiber.

Während Wasserstoffaktien in den letzten Jahren überwiegend als Beimischung in allen Arten von „Öko-Investments“ zu finden waren, eröffnet das Jahr 2021 die Gelegenheit, in Reinkultur an der umfassenden Erfolgsstory aller Facetten von Wasserstoff zu partizipieren. Der beschriebene Multiplikatoreffekt legt es nahe, in Schlüsselunternehmen der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette zu investieren. Das lässt sich mit Fonds gut realisieren. ETFs bieten mehr und mehr Optionen, Geld in bestimmten Teilen der Wertschöpfungskette anzulegen.

Alle Investments sollten als Satelliten-Investments im Rahmen eines Core-Satellite-Investment-Ansatzes verstanden werden. Aufgrund der hohen Volatilität kann sich ein schrittweises Anlegen empfehlen, um einen Cost-Average-Effekt auszunutzen.

Für Anleger, die die gesamte Wertschöpfungskette in einem Produkt suchen, ist unserer Ansicht nach folgender Aktienfonds interessant:

GG Wasserstoff R, DE000A2QDR59

Der im Dezember 2020 aufgelegte Fonds besteht je zur Hälfte aus Pure Playern, deren Geschäft sich ausschließlich dem Wasserstoff widmet, und sogenannten Blended Playern, deren Geschäftsmodelle das Thema Wasserstoff einbeziehen – beispielsweise Linde und Toyota.
Die zehn am höchsten gewichteten Aktien bilden nur knapp 50 % des Fonds ab. Das Fondsmanagement verhindert mit dieser Kombination im besonders volatilen Umfeld „Schieflagen“ bei der Gewichtung der Einzelwerte.

Pure Player aus den drei Bereichen Wasserstoff, Solar und Windenergie enthält der green benefit Global Impact Fund P, LU1136260384, den wir im Newsletter am 03.07.2020 vorgestellt hatten.

Für Anleger, die an Investments in bestimmten Teilen der Wasserstoff-Wertschöpfungskette interessiert sind, bieten sich folgende ETFs von Legal & General Investment Management an: der Battery Value Chain aus dem Jahr 2018 sowie der Clean Energy und der Hydrogen Economy ETF, aufgelegt im November 2020 bzw. Januar 2021. Um Ihnen die besten Informationen zu den jungen Produkten anzubieten, erfolgen die nachfolgenden Verlinkungen direkt auf die Produktinformationen des Emittenten. Den Informationen vorgeschaltet ist die Bestätigung der Nutzungsbedingungen in englischer Sprache (Haken setzen und mit Accept bestätigen). 

Der L&G Battery Value-Chain UCITS ETF, IE00BF0M2Z96, bildet innovative Energiespeicher- und Batterietechnologieunternehmen ab.

Der L&G Hydrogen Economy UCITS ETF, IE00BMYDM794, setzt auf wachstumsstarke Unternehmen mit Fokus auf Wasserstoffinnovationen und -technologien.

Einen breites Spektrum von Pure und Blended Playern aus den Bereichen Wasserstoff, Wind- und Solarenergie beinhaltet der L&G Clean Energy UCITS ETF, IE00BK5BCH80.

Alle Indizes haben den US-Dollar als Basiswährung und sind mit SSRI 6 eingestuft. Der Hydrogen Economy und der Battery Value-Chain beinhalten rund dreißig, der Clean Energy mehr als vierzig Titel. Die ETFs gewichten die Unternehmen auf vergleichbarem Niveau. Die Titelauswahl wird regelmäßig aktualisiert. Bei möglicherweise auftretenden zu hohen Gewichtungen einzelner Werte wird nachjustiert. 

Die Muttergesellschaft des ETF-Emittenten L&G, die Legal & General Group, wurde 1836 gegründet und ist an der Londoner Börse im FTSE 100 notiert. Mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 1,4 Mrd. Euro ist Legal & General Investment Management für die Kapitalanlage institutioneller Investoren einer der größten europäischen Asset-Manager.

Über den Autor

Rolf Krahe

Rolf Krahe ist Ansprechpartner für das Thema Kapitalmärkte: Kapitalmarktanalysen und Kapitalmarktkommunikation. Er verfügt über jahrzehntelange Erfahrung zum Thema Depotstrukturierung. Der Diplom Ökonom Rolf Krahe ist bekannt durch seine Beiträge im insider und der Mediathek.

Tel.: 06171 9150-536
E-Mail: Rolf.Krahe@bfv-ag.de

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